Info über Denia


Costa Blanca, die weisse Küste bezeichnet den Küstenabschnitt der spanischen Provinz Alicante, genauer von Dénia im Norden bis Pilar de la Horadada im Süden.

Dénia ist eine Stadt an der Ostküste Spaniens. Sie liegt zwischen Alicante  und Valencia im Norden der Costa Blanca.

Ein eindrucksvolles Castillo beherrscht die Stadt. Dénia ist eine griechische Gründung und wurde von den Römern, die ihr den Namen Dianium gaben, erweitert und befestigt und erlangte grosse Bedeutung. Im Mittelalter war Dénia zeitweise die Hauptstadt eines kleinen Königreichs.

Nach einer bewegten Geschichte als römischer Flottenstützpunkt, Sitz eines maurischen Taifa-Königreiches und einer spanischen Markgrafschaft ist Dénia heute Hauptstadt der comarca Marina Alta und als beliebtes Urlaubsziel stark durch den Tourismus geprägt.


Museen

Das Archäologische Museum gibt einen Überblick über die Geschichte der Stadt – von seinen iberischen Anfängen bis zum 16. Jahrhundert. Es befindet sich in Castillo de Dénia.

Ethnologisches Museum. Das Ethnologische Museum widmet sich vor allem dem 19. Jahrhundert.

Das Spielzeugmuseum zeigt die Industrie des Spielzeugbaus Dénias seit dem Jahr 1904 bis ins Jahr 1960.

Centro de arte „La Estacion“. Dabei handelt es sich um ein Kunstzentrum, das temporäre Ausstellungen zeigt.


Bauwerke

Die Burg wurde im 11. und 12. Jahrhundert von den Mauren über einer früheren römischen Anlage erbaut und in den folgenden Jahrhunderten beständig aus- und umgebaut. Im spanischen Erbfolgekrieg wurde die Anlage teilweise zerstört.

Die Garnison, die in der Burg untergebracht war, wurde im Jahre 1859 aufgelöst.

Heute beherbergt die Burg das Archäologische Museum Dénias.

Kirche Mariä Himmelfahrt (Iglesia de la Asunción), ein Barockbau aus dem 18. Jahrhundert.

Kirche des Hl. Antonius (Iglesia de San Antonio) aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.


Natur und Freizeit

Touristen schätzen den 20 km langen Sandstrand, der auf Höhe des Stadtteiles Las Rotas in Fels- und Steinküste übergeht.
Für Wanderer eignet sich das Naturschutzgebiet Montgó, benannt nach dem gleichnamigen Hausberg Dénias, einem typischen Schichtberg, der einsam in den Himmel ragt und im Cabo de San Antonio ausläuft. Im Umkreis der Stadt finden sich römische, maurische und spanische Ruinen sowie in der sehenswerten Nachbarstadt Javea, das Cabo de la Nao, von dem sich bei klarem Wetter ein Ausblick auf  Ibiza bietet.

Die Strände sind - aufgrund eines Systems des sauberen Umgangs mit der Natur - mit den Zertifikaten ISO 14001 (gestión medioambiental) und ISO 9001-2000 (gestión de la calidad) ausgestattet.
Es gibt zwei Zonen von Stränden. Las Marinas und Las Rotas..


Die Zona Marinas verfügt über sehr sandreiche Strände: Les Deveses, L'Almadraba, Els Molins, Les Bovetes, Les Marines, Albaranes und Punta del Raset.
Die Zona de las Rotas ist durch seine zahlreichen Buchten (der Großteil davon mit Steinen) und durch seine lange Küstenlinie charakterisiert: Marineta Cassiana, El Trampolí, La Punta Negra, Les Arenetes, La Cala.


Infrastruktur

Dénia ist per Autobahn AP 7 an die beiden Flughäfen Alicante und Valencia angebunden. Von Denia aus verkehren Fähren des Unternehmens  Balearia zu den balearischen Inseln Ibiza undMallorca. Die Bahnlinie L9 der FGV verbindet Dénia mit Alicante.


Gastronomie

Dénia ist besonders für die gekochte, rote Garnele bekannt. Meeresschmortopf, Aioli (kalte Creme aus Knoblauch und Olivenöl), Llandeta (Fischgericht mit Kartoffeln) und Garnelen mit Mangold stellen weitere typische Gerichte dar, ebenso wie Most aus Traubensaft und Rosinen. Die Stadt beherbergt über teils hochklassige 300 Restaurants und mit dem Quique Dacosta eines der 40 besten Restaurants der Welt (2014).


Wirschaft

Die Herstellung von Rosinen brachte Dénia im 19. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blütezeit - in den Jahren von 1860 bis 1900 verdoppelte sich die Bevölkerung annähernd von 6.538 auf 12.413 Einwohner und es entstand ein wohlhabendes Bürgertum. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geriet der Rosinenhandel jedoch in eine Krise, als Folge wurde in Dénia verstärkt auf den Anbau von Zitrusfrüchten sowie, bis in die 1960er Jahre, auf die Produktion von Blechspielzeug gesetzt. Mit der rasanten Entwicklung des Tourismus ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerieten alle anderen Wirtschaftszweige mehr und mehr in den Hintergrund, inzwischen ist der Tourismus der dominierende Wirtschaftsfaktor der Stadt, gefolgt von Dienstleistungen in der nationalen, internationalen und mehrsprachigen Verwaltung und Vermittlung von Grundbesitz. Die Abfallbeseitigung und Mülltrennung erfolgt schon großflächig über ein zukunftsweisendes unterirdisches System.


Klima und Tourismus

Die Costa Blanca ist wegen ihres milden mediterranen Klimas ein beliebtes Ferienziel von Touristen aus Spanien und ganz Europa. Mit der Demokratisierung des Landes hat die Region einen Wirtschaftsaufschwung auch in der Tourismus-Industrie erlebt, der bis heute. Die Costa Blanca zählt daher heute zu den Motoren der spanischen Wirtschaft. Mit dem Tourismus stieg auch das Bauvolumen, was die Region zur größten Baustelle Europas machte. Die Region hat bereits 13 Golfplätze mit angrenzenden Urbanisationen in Größen von bis zu zwanzigtausend Wohneinheiten. Weitere 52 Golfplätze sind in Planung. Im vergangenen Jahr wurden Genehmigungen für den Bau von 70.000 Projekten erteilt, ein Einbruch ist noch nicht abzusehen, wenngleich sich immer weniger Kunden finden lassen, die bereit sind, die erheblich gestiegenen Preise für eine Immobilie zu zahlen. Neben Touristen aus Deutschland reisen auch Spanier aus Madrid gern an die Costa Blanca, weil es von der Hauptstadt aus die nächstgelegene Küste ist.

Mit der Aufwertung des britischen Pfundes und dem Ausbau der Flugverbindungen nach England wurde die Küste auch dem einfacheren englischen Publikum zugänglicher, das sich hauptsächlich im belebten Benidorm tummelt.

Zu den bekanntesten Ausflugszielen zählen die Freizeitparks Terra Mítica, Mundo Mar, Terra Natura. In Valencia gibt es die Ciutat de les Arts y Ciencies, die Stadt der Künste und Wissenschaften, ein futuristisches Projekt mit einem Wissenschaftsmuseum, Planetarium und Wasserpark. Im angeschlossenen Kunstpalast werden Theaterstücke, Konzerte und Opern aufgeführt.

Sicherlich sehenswert sind auch die kleinen Dörfer im Hinterland. Viele der Dörfer haben sich noch ihren spanischen Ursprung erhalten, andere Dörfer, die näher zur Küste liegen, sind von Feriensiedlungen und Luxusapartments nicht verschont geblieben. Trotzdem sind besonders die Dörfer Jalon, Lliber, Alcalali, Parcent, Murla, Castell de Castels, Guadalest und viele andere einen Besuch wert.

Bei einem Besuch an der weißen Küste kann sich jeder Besucher in Touristikinformationsbüros, die in jedem größeren Ort leicht zu finden sind, über das Hinterland und diverse Ausflugsmöglichkeiten erkundigen. In den Bergen von Jalon, in Les Murtes, gibt es ein deutschgeführtes Eselsgestüt, das sich für die Rettung und Erhaltung der vom Aussterben bedrohten andalusischen Riesenesel bemüht. Ein kommerzielles Interesse lässt sich jedoch auch hier bei den Betreibern nicht ausschließen.

Das Dorf Jalon, oder Xaló, in valencianischer Dialektsprache, ist bekannt für seine Weine, Rosinen und Mandelprodukte, sowie für seine Embutidos, luftgetrocknete Wurstsorten. Jeden Samstagsvormittag findet ein riesiger internationaler Flohmarkt statt, wo an die vorwiegend ältere Käuferschaft allerlei Billigkram verkauft wird. Den Erzählungen nach muss bei den Anfängen des Flohmarktes von Jalón ein Madrilene ein sehr kostbares Bild für wenig Geld gekauft haben. Seit dieser Berichterstattung, welche sich in ganz Spanien wie ein Lauffeuer verbreitet hat, wächst dieser Flohmarkt immer weiter.

Es gibt in diesen Dörfern wenig Unterkunftsmöglichkeiten, so dass man an die großen Hotels an den Küsten gebunden ist. Diese wenigen Unterkunftsmöglichkeiten sind monatelang ausgebucht. Mit ein wenig Glück kann man auf dem Weg von Jalon nach Benissa einige finden.

Im Gemeindegebiet Lliber hat sich seit ein paar Jahren eine internationale Schule unter englischer Führung angesiedelt. Dieses Angebot an englischsprachigem Unterricht wird nicht nur von zahlreichen Engländern, sondern auch von Deutschen, Russen, Spaniern, Niederländern, etc. gern angenommen.

Ein idyllisch gelegenes Ausflugsziel ist die Ruine des  Preventori d’Aigües, eines ehemaligen Luxus-Kurhotels und späteren Tuberkulose-Sanatoriums nahe Alicante.

Südlich Alicantes sind der Fischerhafen Santa Pola mit der vorgelagerten Insel Tabarca, die Weltkulturerbe-Stadt Elche, die Bischofsstadt  Orihuelaund die Großstadt Torrevieja touristische Anziehungspunkte.


Festtagskalender

Umzug der Heiligen Drei Könige 05. Januar
Wallfahrt zur Kirche Santa Paula 26. Januar
Karneval 2.Woche im Februar
Mig Any Moros i Cristians (Fest zum Halbjahr seit dem Fest der Mauren und Christen) Mitte Februar
Fallas (valenzianisches Fest des Feuers) 16 - 19. März
Nuestra Señora de los Desamparados (Katholischer Feiertag) 2. Sonntag im Mai
Fest im Dorf Jesus Pobre Mai (variabel)
Wallfahrt Virgen del Rocío in den ersten zwei Wochen im Juni (variabel)
Fest der Straße Santíssima Trinitat in den ersten zwei Wochen im Juni (variabel)
Hogueras de Sant Joan (alicantinisches Fest des Feuers) 20.- 24. Juni
Fest der Kirche von Sant Joan 20.- 24. Juni
Fest der Straße San Pere 28.-29. Juni
Fest im Stadtteil La Pedrera 28.-29. Juni
Kirchweihfest Santíssima Sang in den ersten zwei Wochen im Juli Umzug der Mauren und Christen, Sant Roc 14., 15. und 16. August
Sant Agustí (Les Rotes) Letztes Wochenende im August Fest im Dorf La Xara 3.Woche im September
Markt zu Allerheiligen Ende Oktober Wallfahrt zur Kirche von Santa Llúcia 13. Dezember

Weblinks

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